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– auf den Spuren der Abenteurer
Los Llanos,
eine gigantische Tiefebene, erstreckt
sich über etwa ein Drittel Venezuelas.
In der Regenzeit stehen große
Teile der
Llanos oft wochenlang unter Wasser;
in der Trockenzeit verwandelt die Sonne
die gleichen Gegenden in trockene Wüsten
mit tiefen Rissen.
Naturliebhaber finden in den Llanos
unendlichen Reichtum an wild lebenden
Tieren, gleichzeitig aber auch Abenteuer
und Entspannung, frische Luft, lange
Ausritte, deftiges Essen, geschichtsträchtige
Orte und den Alma Llanera, den Geist
der Llanos. Denn geprägt werden
die Llanos von den Llaneros, die auf
den Farmen die Rinder zusammen-treiben
und sie mit Brandzeichen versehen. Wie
bei den Cowboys im Norden Amerikas pflegen
die Llaneros einen ausgesprochenen Macho-Kult
– es ist überwiegend eine
Männergesellschaft. Die Gastfreundschaft
hat aber auch Frauen gegenüber
einen hohen Stellenwert. Auf jeden
Fall darf bei Ihrer Venezuela-Reise
der Besuch in einem Hato, so nennt man
die Viehfarmen, nicht fehlen.
Es ist für Besucher unvergesslich,
nachts bei einem Barbecue neben einem
Lagerfeuer gemeinsam mit den Einheimischen
ein saftiges Steak und den Anblick des
Sternenhimmels zu genießen. Ein
Erlebnis, das vom Tanz und der Musik
der Llaneros abgerundet wird..
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Unterkünfte
in dieser Region |
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Barinas
Barinas ist
der geografisch vielseitigste Bundesstaat
in der Tiefebene. Er teilt sich mit
Mérida die Sierra Nevada und
verwandelt sich dann in eine Savanne,
die überwiegend aus Viehweiden
besteht. Fast am Fuße der Anden
befinden sich das Naturreservat Ticoporo
und das Tierreservat Sabanas de Anaro.
Überhaupt ist es die Nähe
zu den Anden, die Barinas landschaftlich
einzigartig macht. Legendär sind
die Folklorefeste, bei denen die außergewöhnliche
barinesische Musik gespielt wird.
Barinas ist der einzige Bundesstaat,
in dem die Bandola Llanera als Begleitinstrument
für die Joropo genannte typische
Musik der Llanos erklingt. Barinas bietet
hervorragende Rafting-Möglichkeiten.
15 Flüsse gibt es hier, die für
die steigende Popularität dieser
Sportart sorgen. Zu den beliebtesten
zählen der Acequias, der Sinigüis
sowie der Alto Canagua – für
Kenner einer der besten in Venezuela
und nur für Profis geeignet.
Von Mai bis November werden hier Touren
von professionellen Führern veranstaltet.
Gönnen Sie sich dieses spritzige
Erlebnis!
Ciudad Barinas
Ciudad Barinas, Hauptstadt von Barinas,
wurde 1577 gegründet. Während
der Kolonialzeit war Ciudad Barinas
die zweitwichtigste Stadt Venezuelas;
aus dieser Epoche sind noch einige Gebäude
erhalten. Am Plaza Bolívar liegt
der Palacio Marqués de Pumar
aus dem 18. Jahrhundert, der den Reichtum
der Stadt im 18. Jahrhundert gut repräsentiert;
heute dient er als Regierungsgebäude.
Am gleichen Platz liegen die Kathedrale
Nuestra Señora del Pilar de Santiago
y Zaragoza und einige weitere koloniale
Gebäude. Andere wichtige Städte
in Barinas – immer in Flussnähe
gelegen – sind Santa Bárbara,
Barinitas, Ciudad Bolivia, Barrancas,
Puerto Nutrias sowie Ciudad de Nutrias
mit einer Kirche aus dem 18. Jahrhundert.
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Apure
Der bekannteste
und größte Staat der Tiefebene
heißt Apure – der Name ist
fast schon ein Synonym für die
Llanos. Im Westen sind einige Gebirgsausläufer;
der Rest des Staates besteht aus flacher
Landschaft, die von Dämmen unterbrochen
ist. Apure verdankt seinen Namen dem
Fluss, der ihn von Westen nach Osten
durchquert. Er entspringt am Fuß
der Anden, fließt durch das flache
Land und mündet in der Nähe
von Caicara in den Orinoco. An seinem
Ufer liegt San Fernando de Apure, seit
1789 Hauptstadt und von vielen als das
„Herz der Llanos“ bezeichnet.
Sehenswert ist der Palacio Barbarito;
wem der Sinn nach Andenken steht, sollte
jedoch an der Plaza vorbeischauen. Hier
werden Lederwaren aller Art feilgeboten;
entweder an den zahlreichen Ständen
oder in den kleinen authentischen Lädchen.
In Apure fanden heftige Kämpfe
statt, bei denen die nur mit Lanzen
bewaffneten Llaneros an der Seite von
Simón Bolívar ihre Tapferkeit
und Zähigkeit unter Beweis stellten.
Aus dieser Zeit sind einige Schauplätze
erhalten geblieben, die heute Denkmäler
sind. Zu diesen gehören Macuritas
und Queseras del Medio, das sich in
Guasimal befindet. Ein weiterer historischer
Ort ist das Dorf Achaguas, das Hauptquartier
von Bolívars Truppen zwischen
1816 und 1821.
Der Parque Nacional Santos Luzardo
Im Süden des Staates Apure schützt
der Parque Nacional Santos Luzardo oder
Cinaruco-Capanaparo die Wälder
am Ufer der Flüsse, die immer wieder
überfluteten Savannen, vom Wind
geformte Dünen, Flüsse und
die berühmten Galeeren des Cinaruco.
Diese sind geologische Gebilde, die
stark an die gleichnamigen Schiffe erinnern.
An der südlichen Grenze des Nationalparks
befindet sich am Ufer des Flusses Cinaruco
die Cinaruco Bass Lodge, die auch als
Lager El Tucán bekannt ist. Diese
ist auf Sportfischen von Pfauenbarschen
und Payaras spezialisiert und nur während
der Angelsaison zwischen dem 15. November
und dem 15. April geöffnet. Weiter
nördlich im Park ist die Lagune
Larga Lodge, auch Hato Laguna Larga
genannt. Hier hat man sich erfolgreich
auf das Sportfischen von Pfauenbarschen
spezialisiert – 19 Weltrekorde
sprechen für sich. |
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Cojedes
Die Hauptstadt
von Cojedes, San Carlos, wurde im Jahr
1678 von Bruder Pedro de Bereja als
Zufluchtsort vor den dort siedelnden
Indígenas gegründet. Aus
dieser Zeit sind noch einige Bauten
erhalten, die zum historischen Denkmal
der Nation erkärt worden sind.
Das Haus La Blanquera, heute Sitz eines
Kulturzentrums, beherbergte Bolívar
und seinen Regimentsstab während
der Vorbereitungen des Kampfes von Carabobo.
Zu den historischen Denkmälern
gehören auch die kolonialen Kirchen
San Juan Bautista, Santo Domingo und
die Kirche Concepción, heute
Kathedrale, die selbst nach diversen
Veränderungen den Reichtum der
Region im 18. Jahrhundert widerspiegelt.
Sie fühlen sich fast wie in der
Kulisse für einen spannenden Abenteuerfilm!
Außerhalb von San Carlos
An einer Kreuzung im Westen von
San Carlos befindet sich das Dorf Tinaco
mit einem weiteren historischen Denkmal:
Die Kirche Nuestra Señora del
Rosario aus dem Jahr 1754. Gut erhalten
sind auch einige koloniale Häuser.
Bei diesem Dorf unterbricht darüber
hinaus eine der wenigen Anhöhen
des Staates die schier endlose Ebene:
Die vulkanische Erhebung Tiramuto liegt
an den südlichen Ausläufern
der Serranía del Interior, dem
Inneren Gebirgsland. Hier befinden sich
auch die Galeeren El Baúl und
El Pao; eine Aneinanderreihung schiffartiger
Hügel, die nicht höher sind
als 500 Meter.
Im Dorf El Pao können Sie Ruinen
eines Klosters und einer kolonialen
Kirche besichtigen, die 1782 erbaut
wurde. Bei El Baúl liegt ein
wichtiger Hafen, von dem aus Fracht
vom Inneren des Landes in Richtung Ciudad
Guayana verschifft wird. Interessant
für Urlauber ist der Staudamm El
Pao; er versorgt nicht nur die Staaten
Aragua und Carabobo mit Wasser, sondern
bietet auch eine gute Gelegenheit zum
Sportfischen und Kanufahren.
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Urlaub im Viehzuchtbetrieb
Im Herzen
von Cojedes ist der Viehzuchtbetrieb
Hato Piñero die erste Rinderfarm,
die dem Öko-Tourismus die Pforten
geöffnet hatte. Hato Piñero
wird von den Flüssen Cojedes, Portuguesa,
Chirigua und Pao durchquert und gilt
als hervorragender Forschungsort, in
dem viele weltweit bedrohte Tierarten
in ihrer natürlichen Umgebung leben.
Über 100 Vogelarten können
bei Ausflügen beobachtet werden,
dazu u. a. Füchse, Ozelote, verschiedene
Affenarten, Wasserschweine, Hirsche,
Tapire, Ameisenbären, Fischotter
und Faultiere. Nachts sind Jaguare und
Pumas unterwegs. Ein solcher Urlaub
ist überall in den Llanos möglich.
Die folgenden Farmen stehen stellvertretend
für viele, viele mehr.
In Apure hat es das gemeinsame Engagement
von Hato El Frío und Hato El
Cedral ermöglicht, das Tierreservat
Caño Guárico einzurichten.
Hier leben u. a. Brillenkaimane, Orinoco-Krokodile,
Riesen-Fischotter, Süßwasser-Delfine,
Anakondas, Brüllaffen und Kapuzineräffchen
sowie die Chigüire genannten Wasserschweine,
die größten Nagetiere der
Welt.
Zu den über 300 Vogelarten zählen
z. B. Seidenreiher, Ibisse, Störche,
Schnabelreiher sowie eine Vielzahl an
Raubvögeln. Genau so artenreich
geht es im 53.000 Hektar großen
Viehzuchtbetrieb El Cedral zu. Zwischen
den Flüssen Cunaviche und Cunavichito
befindet sich Hato Los Indios.
Der einzige Viehzuchtbetrieb mit Dünenlandschaften
hat nur während der Trockenzeit
geöffnet. Hier können Sie
bei den täglichen Aufgaben mitarbeiten,
Tanzen im traditionellen Joropo-Stil
lernen und das Gebiet bei Ausflügen
ins Umland oder mit dem Flugzeug erkunden.
Südlich von Bruzal breiten sich
im Herzen der Llanos die 10.000 Hektar
Land der Rinderfarm La Garza mit 800
Hektar Wald aus. Die Anlage verfügt
über ein Schwimmbecken und eine
Landebahn. In Barinas im Westen von
Puerto Nutrias liegt der Viehzuchtbetrieb
La Madera. Sie haben hier Gelegenheit,
Ausflüge zu kristallklaren Bächen
und zauberhaften Lagunen zu machen,
auf den Flüssen eine Rafting-Tour
zu unternehmen und über 200 Tierarten
zu beobachten.
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Guárico, das Zentrum
der Llanos
Als Zentrum
der Tiefebene ist Guárico reich
an lohnenden Zielen. In der Nähe
von San Juan de los Morros, der Hauptstadt
von Guárico, liegt der Park Paurario.
Wenn Sie Lust auf eine Klettertour haben,
sind Sie hier genau richtig. Im Südosten
von Guárico, im Nationalpark
Guatopo, kommen Sie zu drei Sandstein-Massiven:
den Morros de Macaira, die in ihrem
Inneren viele Höhlen und Bäche
verbergen. Im Jahr 1978 wurden sie zum
Naturmonument erklärt. Zu den sehenswerten
Dörfern von Guárico zählen
Valle de la Pascua, Altagracia de Orituco,
Zarza, Tucupido, Charaguamas, Las Mercedes
und Santa María de Ipire.
Leben in und am Wasser
Weltweit einer der schönsten
Nationalparks ist der Parque Nacional
Morrocoy.
Lediglich ein kleiner Teil des 320 Quadratkilometer
großen Parks besteht aus
Festland, ansonsten erstreckt er sich
ins karibische Meer. Etwa 30 Inseln,
teilweise mit Palmenstränden oder
von Mangroven überwuchert, außerdem
Korallenbänke, Lagunen, Sümpfe,
Buchten sowie die Steilküste Cerro
Chichriviche ergeben ein Paradies für
Sonnenhungrige, Schnorchler, Taucher
und Vogelfreunde. Besonders schön
wird Ihr Morrocoy-Erlebnis, wenn Sie
sich
an einer der Anlegestellen eine Lancha
mieten und auf eine der Inseln übersetzen
lassen. Die Hin- und Rückfahrt
vereinbaren Sie individuell mit
Ihrem Fährmann. Zur Flora von Morrocoy
gehören über 300 Baum- und
Pflanzenarten, und auch das Tierleben
kann sich sehen lassen. Wie eigentlich
immer in Venezuela wird der Aufenthalt
für Vogelbeobachter äußerst
kurzweilig. Zu den Arten gehören
Scharlachibisse, Rosalöffler, Silberreiher,
Enten, Alcatrassen, Pelikane und Flamingos.
Und auf dem Berg Cerro Chichriviche,
der eine Art natürliche Trennung
der beiden Teile bildet, leben Hirsche,
Affen, krebsfangende Füchse, Honigbären,
Beutelratten, Lapas, Wildkatzen und
Ozelots. Neben den vielen Wasser- und
Mangrovenkanälen zählen einige
in der Steilküste liegende Höhlen
zu den Hauptattraktionen des Nationalparks.
In der Cueva del Indio weisen abstrakte
Steinzeichnungen (Petroglyphen) auf
eine sehr frühe Besiedlung des
Gebietes hin. Die Cueve de Monte Alto,
teilweise mit dem Boot befahrbar, gehört
zu den wichtigsten Tropfsteinhöhlen
Venezuelas.
San Juan de los Morros
Das Morros-Vorgebirge aus rosa Sandstein
gilt als einer der sehenswertesten Berge
der zentralen Region und wurde 1948
zum zweiten Naturdenkmal Venezuelas
erklärt. Die Felsen sind ein imposanter
Hintergrund für San Juan de los
Morros und eignen sich das ganze Jahr
über ebenfalls sehr gut zum Klettern.
Auf dem Gelände des Flughafens
der Stadt, San José de los Morros,
befindet sich der Sitz von Venezuelas
ältester Fallschirm-Schule. Hier
können Sie einen Kurs belegen,
um selber das Springen zu lernen; wenn
Sie aber sofort den Nervenkitzel des
Springens spüren wollen, machen
Sie einfach einen Tandemsprung. San
Juan de los Morros verfügt außerdem
über Thermalbäder. In der
Nähe, auf dem Weg zur Villa de
Cuara, ist der Park Paurario ein beliebter
Ort für Klettertouren.
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